Wer die Welt verändert

Zum Weihnachtsfest gehören Lieder, die mit ihren Texten und Melodien zur vertrauten Begleitung geworden sind. Aber was denken wir, wenn wir da so dahinsingen?

So heißt es etwa in einem bekannten Weihnachtslied:  „Welt ging verloren…“  - müssten wir da nicht zusammenzucken, weil diese Verlorenheit auch heute oft so bedrückend spürbar wird und auch in der Weihnachtzeit nicht einfach wegzusingen ist? Die Welt geht verloren, wenn verblendeter Wahnsinn fundamentalistischer Ideologien Menschen tötet und vertreibt, wenn die Kosten- und Nutzenrechnungen Menschen wegrationalisieren, wenn die Gier nach immer Mehr Mensch wie Umwelt zerstört. Wie kann diese Verlorenheit, dieses Durcheinander geheilt werden?

Es ist so wie in einer Geschichte, in der von einem Vater erzählt wird, der bei seiner Zeitung sitzt und nicht gestört werden will. Und als ein Sohn all die vorgeschlagenen und aufgetragenen Beschäftigungen absolviert hat und wieder einmal lästig wird, muss er sich etwas Neues überlegen. Er zerschneidet kurzerhand eine Seite aus seinem Magazin, die die Welt mit all ihren Krisenherden zeigt. Sein Sohn soll sie nun wieder zusammenpuzzeln. In ganz kurzer Zeit steht dieser wieder bei seinem Vater. Der sieht das fertige Ergebnis und fragt seinen Sohn, wie er denn das so schnell geschafft habe. Der Junge antwortete ihm: Das war ganz leicht! Auf der Rückseite war das Gesicht eines Menschen, den habe ich einfach zusammengesetzt, und wenn der Mensch wieder in Ordnung ist, dann ist es auch die Welt!

Das Kind, das zur Weihnacht geboren wurde,  hat den Menschen wieder in Ordnung gebracht und damit auch die Welt verändert. Welt ging verloren, Christ ist geboren, freue dich, du Christenheit!