Was noch alles reinpasst

Von einem Zeitmanagementexperten wird erzählt, dass er seinen Studenten mit einem Versuch etwas Wichtiges vermitteln wollte. Er nahm einen leeren großen Wasserkrug mit einer sehr großen Öffnung und legte vorsichtig Steine hinein, bis für keinen weiteren mehr Platz war. Die Frage, ob der Krug nun voll sei, bejahten alle Studenten. Doch dann füllte der Professor Kieselsteine hinein und schüttelte den Krug so lange, bis keine mehr hineinpassten. Dann fragte er die Studenten wieder, ob der Krug jetzt voll sei. Die Gefragten wurden nun vorsichtiger und bekamen recht. Nach und nach füllte er Sand in die restlichen Lücken, schließlich goss er noch Wasser nach, bis wirklich nichts mehr hineinpasste.

Zum Sinn befragt, meinten die Studenten, man finde immer wieder Platz einen Termin einzuschieben, wie voll der Terminkalender auch sein möge. Nur richtig organisieren müsse man sich. Doch der Versuchsleiter hatte eine andere Botschaft: Das Wichtigste sei, zuerst die großen Steine hineinzugeben, dann erst die kleinen. Und im Leben kämen die wichtigen und wesentlichen Dinge zuerst, die andern Nebensächlichkeiten haben dann noch immer Platz. 

Was sind die wichtigen Dinge? Die Menschen, die wir lieben, die Kinder, die Freunde, alles was uns Halt gibt, was unsere Bestimmung ist. Man könnte dazu auch Glaube, Hoffnung und Liebe sagen. Wenn wir uns mit unwichtigen, nebensächlichen Kleinkram zuerst beschäftigen, dann haben wir keinen Platz für die großen und wertvollen Dinge, die unser Leben wirklich ausmachen. 

Mein Wunsch zum Arbeitsbeginn nach den Ferien: Dass wir allem, was jetzt ansteht, die großen Steine nicht vergessen und ihnen die Zeit geben, die ihnen gebührt.