Sie bitten - wir beten!

In Klöstern und Ordensgemeinschaften ist Zeit zum Beten. Wenn die Glocken läuten, wird der Alltag unterbrochen und woanders hin gelauscht. In dieses Beten, das Hören auf Gott und das Reden mit ihm, werden ganz bewusst auch Anliegen, Sorgen und Bitten der Menschen mitgenommen, die darum bitten. Die Fürbittbücher, die in vielen Ordenskirchen besonders in dieser Fastenzeit aufliegen, erzählen von Schicksalen, Fragen und Sorgen, aber auch vom Vertrauen der Menschen in das Gebet.

Und was ändert sich mit dem Gebet?

Der tschechische Intellektuelle und Priester Thomas Halík erzählt in seiner Biographie von einem Beispiel. Bei einer Japanreise besuchte er ein buddhistisches Kloster. Als die dortigen Mönche von der schweren gesundheitliche Krise des tschechischen Präsidenten Václav Havel hörten, haben sie ganz spontan zu einem Gebet für ihn eingeladen.

Einige Monate später besuchte Halik seinen Freund Václav Havel, der seine Krise überwunden hatte. Als das Gespräch auf seine Zeit im Krankhaus kam, erzählte der Präsident von einem seltsamen Traum, dessen Bilder ihm immer wieder gekommen sind.  Er habe geträumt, er wäre in einer asiatischen Gebetshalle von Mönchen umgeben.  Halík schreibt: „Nun ja in Klöstern – in nahen wie auch in fernen - geschehen manchmal in der Tat sehr sonderbare Dinge.“

Gebete sind mehr als nur Worte, sie verbinden Menschen untereinander und Menschen mit Gott.  In diesem Sinn gilt auch Ihnen unser Angebot: „Sie bitten – wir beten!“