Orden-tlich leben

„Mittwoch ist mein Ordenstag“, „Hier wirkt ein Orden“, „Ordensjahr 2014/15“ – diese Sprüche werden Sie wohl im nächsten Jahr da und dort zu sehen oder zu hören bekommen. Und das nicht nur an klassischen Orten wie Klöstern und Kirchen, sind ja die rund 3.900 österreichischen Ordensfrauen und –männer auch in 234 Schulen, 30 Ordensspitälern, in 500 Bibliotheken, in UNIs und wissenschaftlichen Einrichtungen, in vielen Pfarren und anderen Einrichtungen der Seelsorge, wie Schutzwohnungen, Heimen, Asylquartieren und Obdachlosenprojekten tätig.

Das mag beeindruckend scheinen und dennoch geht es im Ordensjahr nicht um eine bewunderungswürdige Leistungsschau. Die Ordensleute sind auch nur 0, 12% der Christen. Warum dann soviel Aufmerksamkeit? Weil in den Orden verlässliche und bewährte Spiritualität zuhause ist, die viele Gäste, Schülerinnen, Leser und Besucher inspiriert, weil sie realistisch lebbar und echt ist. 

Viele Angebote werden im nächsten Jahr einladen, hinter Klostermauern zu schauen. Schauen Sie nach, fragen Sie nach, surfen Sie auf www.ordensgemeinschaften.at. Es wird Zeit, sich mit spirituellen Originalen zu beschäftigen, Kopien laufen sowieso genug herum.

„Christ zu sein ist ein total verrücktes Unternehmen, und es ist nicht einfach. Aber große Dinge bekommt man eben nicht ohne Preis.

Ich glaube, dass das Christsein von vielen Menschen als viel zu naiv, bürgerlich, risikolos angesehen wird.

Ich bin sehr froh, dass ich die Chance bekommen habe, nach Pakistan zu kommen. Ich wollte mich in meinem Leben nicht langweilen, also bin ich katholische Ordenschristin geworden, das schien mir Garantie für ein spannendes Leben. Und bei Gott, bis heute war mir nie langweilig!“

Ruth Pfau, Ordensfrau und Lepraärztin in Pakistan