Ministrantenwallfahrt nach Rom

In der 2. Woche der Sommerferien brachen 31 Mädchen und Burschen mit ihren Gruppenleitern auf zur Ministrantenwallfahrt. Die Reisegruppe war bunt zusammengewürfelt aus Minis der Priv. NMS Michaelbeuern, sowie der Pfarren Dorfbeuern, Mülln, Lehen, Maxglan und Elsbethen. Unter der Leitung von Abt Johannes Perkmann begaben wir uns auf die Reise in die „Heilige Stadt“.

Abfahrt war am Montag, 18.7. um 6 Uhr beim Klosterturm. In Maxglan stiegen die Salzburger Minis zu. Nach einer 12-stündigen Fahrt erreichten wir Assisi, wo wir die erste Nacht verbrachten. Am nächsten Vormittag suchten wir die Spuren des Hl. Franz. Wir bewunderten die Basilika des Hl. Franziskus, die bei einem Erdbeben 1997 schwer beschädigt wurde, aber mit großem Aufwand wiederhergestellt wurde. Anschließend feierten wir mit P. Franz Lauterbacher die Messe in der Kirche des hl. Petrus, bevor wir die Fahrt Richtung „Ewige Stadt“ fortsetzten.

Rom ist die einzige Stadt der Welt, die diesen Beinamen trägt. Doch viel beeindruckender als das Alter der Stadt, sind die steinernen Relikte ihrer 3.000-jährigen Geschichte, die wir an jeder Straßenecke bestaunen konnten. Wir erfuhren viel über die Geschichte der Stadt und die Lebensart im antiken Rom. Die Ruinen von Circus Maximus, Kolosseum, Forum Romanum u.a. erinnerten uns an die Glanzzeiten des Römischen Reiches und dass doch nichts ewig besteht, was der Mensch erschafft. 

Das Christentum ist undenkbar ohne Rom – und umgekehrt! Wir besuchten die Gräber der Apostel Petrus und Paulus (Messe im Petersdom, Gebet in St. Paul vor den Mauern), die den Glauben an Jesus Christus unter Einsatz ihres eigenen Lebens ins Herz des Römischen Imperiums brachten, von wo aus er sich in alle Winkel des Reiches ausbreitete. Doch diese beeindruckenden Kirchen Roms stammen aus einer Zeit, in der das Christentum längst Staatsreligion war. Unglaublich, welche Kraft die ersten Christen aus dem Glauben erhielten, dass sie Jahrhunderte der grausamen Verfolgung aushalten konnten!

Ein unvergessliches Erlebnis für die ganze Ministrantengruppe war der Besuch der Domitilla-Katakomben. Bis ins 8./9. Jahrhundert wurden hier Christen – darunter viele Heilige und Märtyrer – unterirdisch bestattet, in Grabnischen, die in das Lavagestein gehauen wurden. Die schönen Wandmalereien erzählen von der Freude und Hoffnung der frühen Christen auf die Auferstehung nach einem „kurzen Schläfchen“. Wir feierten Gottesdienst in einer unterirdischen Kapelle, in der schon vor 1.800 Jahren Totenmessen stattfanden. Absolutes Gänsehaut-Feeling!

Weitere Stationen der Sightseeing-Tour waren Piazza Navona, Trevi Brunnen, Pantheon u.v.m. Zwischen den zahlreichen Besichtigungspunkten war noch Zeit für ein Fußballspiel gegen eine römische Jugendmannschaft (Wir haben knapp verloren!), ein Picknick mit italienischen Köstlichkeiten und natürlich viel Gelati!

Das Gästehaus der Missions-Benediktinerinnen von Tutzing war uns in dieser Woche ein gemütliches Heim, von dem wir am Freitag, 22.7. nach Jesolo aufbrachen. Wir ließen diese intensive aber unglaublich interessante und schöne Woche mit einem Badetag am Meer ausklingen. Die Heimfahrt wurde zu einem langen Abschiednehmen voneinander. So manche Freundschaft ist auf der Pilgerfahrt entstanden. Viele wunderbare Erinnerungen bleiben uns von der Reise und ein Gefühl davon, wie schön doch der Glaube ist!

Mag. Anita Kreil