Asche zu Asche

... und Staub zu Staub, so wird am Aschermittwoch manches Mal formuliert. Eindrücklicher kann man wohl nicht an seine Vergänglichkeit erinnert werden, als durch diesen Satz. Am Ende sind alle gleich, was immer wir auch angehäuft haben, wir haben Platz in einer Urne bzw. in einem kleinen Stückchen Erde, deren Teil wir wieder werden. Was übrig bleibt, ist Staub.
Asche zu Asche… und dann? Frust und Resignation, Erlebnishunger und Torschlusspanik, gar Angst und Lebensunlust? Mitnichten! Fastenzeit heißt bewusster und wesentlicher leben, oder wie V. Frankl es einmal sagt: end-lich leben, damit wir endlich leben können.
Mit dem Fasten verbindet sich wieder ein Chance: Bewusst den eigenen Körper wahrnehmen und mit seinen Grenzen leben lernen, aber auch seine Möglichkeiten nutzen, wieder das rechte und gesunde Maß finden, für den Leib und für die Seele etwas tun. „Tu deinem Leib Gutes, damit die Seele Lust hat darin zu wohnen.“ – so sagt es die hl. Teresa von Avila.
Für die Seele etwas tun heißt auch auf seinen Körper achten, ihn nicht ausbeuten, nicht überfüttern; es heißt auch auf unsere Erde schauen, auf den je eigenen ökologischen Fußabdruck, damit wir die Basis unseres Lebens nicht durch Unmäßigkeit zerstören. Wir sind Teil dieser Erde, ihrer Vergänglichkeit und ihrer wunderbaren Lebenskraft.

"Wir sind Staub. Ja, aber Staub in den liebenden Händen Gottes, der seinen Lebensgeist über jeden von uns blies und dies auch weiter tun will. Er will fortfahren, uns diesen Lebensatem zu geben, der uns vor anderen Weisen des Atemholens bewahrt: der Beklemmung, die durch unsere Egoismen hervorgerufen wird; dem Um-Luft-Ringen, das durch kläglichen Ehrgeiz und stumme Teilnahmslosigkeit hervorgerufen wird; der Atemnot, die den Geist erstickt, den Horizont verengt, den Herzschlag einschlafen lässt.“
(Papst Franziskus)