In einem Hymnus, den wir Mönche beten, heißt es:

 

In einem Hymnus, den wir Mönche beten, heißt es: 
„Zeichen schauen wir nun, 
Irdisches wird zum Bilde hier;
denn das kreisende Jahr lässt nach des Winters Frost und Nacht 
den Frühling die Erde für Ostern bereiten.“

 

Wer jetzt mit offenen Augen durch die Welt geht, merkt die Veränderung des Frühlings, er „liegt“ geradezu in der Luft. Vieles wird sich verändern, wachsen, grün werden, blühen und Frucht bringen. Immer wieder beginnt das Leben von Neuen, immer wieder nimmt uns dieser Kreislauf mit. Wir atmen auf, werden wacher und unternehmungslustiger. Dieses immer wiederkehrende Werden und Vergehen wirft die Frage auf, welches Prinzip da bestimmender ist. 

Geht alles hinunter? Dann zieht es uns auch hinunter, Traurigkeit oder Resignation bekommen die Oberhand oder die Gier, alles zu bekommen, was nur geht, denn man weiß ja nie, wann es aus ist.
Oder geht es hinauf? Dann haben wir eine Perspektive, ja Hoffnung im Leben, die manch Schwieriges und sogar Mangel aushalten lässt. 
Ostern verkündet die Botschaft, dass das Leben immer wieder siegt, trotz allem geht es hinauf! Die Auferstehung Christi ist auch unsere Hoffnung. Von Herzen wünsche ich, dass diese österliche Freude über die Osterzeit weitergeht und uns ein ganzes Jahr lang begleitet!

Bei uns ist alle Tage Ostern, nur dass man einmal im Jahr Ostern feiert. (M. Luther)